Artemisias Rüstung mit Oberteil und Rock

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Artemisias Rüstung mit Oberteil und Rock

Ich war die gestern und heute den ganzen Tag auf einem Schwertkampfseminar (das sehr schön war), deshalb hat es etwas gedauert, aber Artemisias Rüstung ist komplett.

Zuletzt habe ich über den Brustpanzer und Schwertgürtel (die sind aus Kunstleder) und die goldenen Stacheln geschrieben (Modelliermehl und Resin/Kunstharz). Inzwischen habe ich alles zusammen gesetzt. Die ganz großen Stacheln laufen an der Wirbelsäule entlang. Die kleineren aus Resin sind in den Schulterpanzern und im Schwertgürtel. Dazu habe ich noch überall einen Haufen kleine bronzene Kegelnieten mit Spitze (ganz normale Schraubnieten) verteilt. Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden. Allerdings habe ich die großen Stacheln mit Fuß modelliert und dann eingenäht. Nächstes mal würde ich sie wohl bis unten hin glatt modellieren und dann von der anderen Stoffseite anschrauben. Das wäre wesentlich leichter anzubringen und auch auszutauschen. Die langen Stacheln sind noch sehr anfällig fürs Abbrechen.

Das war dann der Rüstungsteil. Im Film trägt Artemisia unter dem Brustpanzer aus Leder ein sehr feines geschwärztes Kettenhemd. Das habe ich mit schwarzem Fischnetz-Stoff simuliert. Auf die Entfernung sieht das ziemlich gut aus. And den Ärmeln ist noch Goldborte eingewebt. Und als letztes gibt es noch den Rock dazu. Der ist vorne in der Mitte hoch geschlitzt und leicht gerraft. Ich habe ihn historisch sehr unkorrekt mit einem Reissverschluss verschlossen, aber irgendwie kommt es mir so vor, als hätten die alten Griechen Artemisias gesamte Rüstung nicht durchgehen lassen. 😉 Der Rock sieht wesentlich besser aus, wenn er von einer Person getragen wird. Die hat im Gegensatz zur Schneiderpuppe so geringfügige Vorteile wie einen echten Hintern und Beine.

Ich habe mich angestrengt, die Rüstung so zu  bauen, dass man sie alleine anlegen kann. Dazu befindet sich unter beiden Armen einen Schnürung und die Schraubnieten, die die goldenen Bänder halten, kann man aufschrauben. Auch das Rückgrat mit den langen goldenen Stacheln lässt sich abnehmen. Das ist auch mit einer Schnürung um die Taille und Schraubnieten im Nacken befestigt.

Sogar der Schwertgurt ist funktionial. Ein schmales Schwert passt durch die Schlaufen. Es sollte natürlich nicht scharf sein. Oder es muss in der Schwertscheide stecken.

Was mich noch ein wenig geärgert hat, war das goldenen Kunstleder. Das hat an den meisten Stellen leider wie Plastik ausgesehen. Deshalb sind die Schulterpanzer und die Schwertschlaufe doch noch schwarz geworden. Für die Verzierung am Kragen habe ich statt dessen weiches Leder mit der selben Farbe wie die Stacheln eingesprüht, zugeschnitten und aufgeklebt. In der Mitte ist noch ein zweckentfremdeter Ohrring mit antikem Muster. So feine Muster bekommt man dann doch nur noch mit Metall hin.

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